Berichte aus dem Vereinsleben 2002

 

Ausgleichssport in der Turnhalle (29.November)
Gemeinsam mit den Seglern vom SCW
ist in einer Strießener Turnhalle jeden Freitag Ausgleichssport angesagt. Im Wechsel steht die Turnhalle den Junioren und den Erwachsenen zur Verfügung.  Zugegeben, manchmal kostet es schon Überwindung, sich den Quälereien der Trainer zu stellen, aber es macht auch Spaß.

Rumpokal am 10.November 2002
Nach einem erfolgreichen Shantyabend mit 16 Teilnehmern im neuen Haus des WDL im Lochwitzer Hafens fand am 10.November der traditionelle Rumpokal statt. Bei besten Wetterbedingungen mit ca. 5°C Lufttemperatur, keinem Niederschlag, und einer Windstärke 3 aus West, wurden alle Wettfahrten in relativ kurzer Zeit absolviert, 21 Teilnehmer aus 9 Vereinen nahmen an der Veranstaltung teil. Die Langstrecke von Wachwitz nach Loschwitz gewann Thomas Landgraf (SCW) in einer Optibestzeit von 28 min, gefolgt von Kristin Landgraf (SCW) und Olaf Risse (MSV). Den Sieg bei den Dingis holte sich Lars Schröter (MC Elbe). Bei der Hafenregatta, die wie immer in zwei Gewichtsklassen mit je drei Wettfahrten gestartet wurde, gewann Olaf Risse (MSV) in der Klasse bis 85 kg und Uwe Grätz (SCW) in der Klasse über 85 kg. Der Start in Wachwitz gestaltete sich aufgrund des "Hochwassers" (Pegel „nur“4,22 m) und der daraus folgenden Strömung etwas schwierig, wurde aber von fast allen bewältigt. Drei Segler kenterten gar im Laufe des Tages, ihre Körperbewegungen waren dem Verhältnis Bootsgröße / Körpermasse einfach nicht angepasst. Die Teilnehmer mit dem weitesten Anreiseweg waren diesmal Dietrich Grohe und Herbert Rüßbühlt vom Magdeburger Segelverein "Alte Elbe", die den Wachwitzer Seglern seit der Hamburgfahrt bekannt sind.                                                                       (Johannes / Iris)

 

4.Oktober 2002: Geschenk "Jugendboote" beim WDL eingetroffen und am 2. November getestet

Der Norddeutsche Regattaverein (Hamburg) schenkte dem Verein 4 Jollen der Klasse Filius. Drei davon trafen (Danke an Holger Jentzsch) Ende Oktober in Loschwitz ein und wurden hocherfreut von den Jugendlichen angenommen.

Paul berichtet dazu:

"Am Wochenende bekam unser Verein vier neue Segelboote. Fred Kala, Robert Guderitz und ich testeten die Boote im Loschwitzer Hafen. Auch bei wenig Wind segeln die Boote des Bootstyps Filius schnell und sportlich. Diese Segeljolle ist einfach im Aufbau. Die Boote sind sehr schön zu segeln und relativ leicht zu bedienen. Der Filius wendet fast auf der Stelle und segelt auch bei schwachen Wind sehr, sehr gut. Es sieht aus wie eine kleine Jolle, segelt sich aber fast wie ein Optimist. Ich persönlich finde die Segelboote sehr, sehr gut und schön. Ich freue mich sehr, dass es möglich war diese Boote zu bekommen und herzubringen." 

Robert's Meinung: 

"Filiussegeln macht Spaß, wenn es nicht regnet. Filius ist ein sportliches, schnelles, aber enges Boot mit dem man fast auf der Stelle wenden kann. Auch bei wenig Wind kann man, im Gegensatz zum Opti, rechtzügig fahren. Gefallen hat mir auch dass die Leinen am Boot sehr übersichtlich angeordnet sind und dass das Schwert einfach zu bedienen ist. Vorteilhaft ist auch dass man die Schoten einklemmen kann, was bei wenig Wind überaus praktisch ist. Aber das beste ist man sich mit Freuden während der Fahrt unterhalten kann; deswegen möchte ich mich bei denen bedanken die es ermöglicht haben dass wir solche Boote besitzen"

 

18.September 2002: Neues (Behelfs-)Vereinshaus aus Spendengeldern

Beeindruckend schnell wurde an diesem Mittwoch das neue Behelfshaus des WDL (ein guterhaltener Bürocontainer) auf dem Gelände aufgestellt. Auf 6x5 Metern kann also nun auch wieder beraten und ausgebildet werden. Die beiden fest installierten  elektrischen Heizkörper stellen gar eine wesentliche Verbesserung der Situation dar, war doch die Dieselheizung im alten Clubhaus wahrhaft monströs und altertümlich. Das Einrichten wird sicher noch seine Zeit kosten, muss doch alles neu angeschafft oder zusammengetragen werden. Jedoch steht schon eins fest: Am 9.11. , dem Vorabend des Rumpokal soll das Haus fertig sein. Dann nämlich soll ein Seemannsliederabend stattfinden, zu dem auch Sponsoren und Helfer herzlich eingeladen sind. 

14./15.September 2002: Schnupperkurs für Kinder &  Jugendliche

Der Schnupperkurs der IG Juniorensegeln Oberelbe fand am 14./15. September am Bautzener Stausee statt. Zusätzlich zu den 6 Kindern, die dieses Angebot nutzten, nahmen 15 junge Segler aus Loschwitz (WDL) und Wachwitz (SCW) teil. Nach den anstrengenden Hochwasserwochen genossen die Junioren bei gutem Segelwind die Stunden auf dem Wasser. Für die Schnupperkinder war der Wind eine Herausforderung, wehte er doch kräftig und in Ufernähe böig. Trotz zweier Kenterungen war die Stimmung sehr gut. Daran konnten auch die kräftigen Regengüsse am Sonntagmittag nichts ändern. Sie erschwerten dann allerdings das ohnehin anstrengende Verladen der immerhin 16 Dresdner Boote. So wurden Aktive, Segel und Zelte nach einmal richtig nass. Sebastian erzählt in einem ausführlichen Bericht über das Wochenende

 

+++ Hochwasser ++ Hochwasser ++Hochwasser +++

hier einige Bilder vom WDL   Unterstützung und Spenden

ausführlicher Bericht

29.08.2002  Aufräumen, nicht aufgeben

Jeden Tag ab 16 Uhr gibt es einige Unverdrossene in Loschwitz, die versuchen, das Chaos zu reduzieren. Schließlich mussten alle kleinen und großen Sachen aus allen Häusern raus und gewaschen, teilweise desinfiziert werden. Täglich wird in Kisten und Schüssel verschlammtes zum Waschen weggefahren. Da alle Häuser nass sind, bleibt kein Ausweichlager, so dass mehrere Tage dass gesamte Inventar, Werkzeug-  und Kleinteillager auf großen Planen im Gelände lag. Mehrere Container füllten das, was nicht zu retten war. So langsam zieht zumindest auf den ehemaligen Wiesen wieder Ordnung ein und auch das erste Gras kämpft sich unter dem Schlamm hervor. Morgen soll nach dem Training wieder ein Jugendtreff mit den Wachwitzer stattfinden, am Lagerfeuer könnten dann auch die ersten Pläne für weitere Veranstaltungen geschmiedet werden. Der "vergessene Schnupperkurs" jedenfalls soll voraussichtlich am 14./15.09. in Bautzen nachgeholt werden.

Das größte Problem für den Verein ist und bleibt das Ausbildungshaus mit Küchentrakt. Zwar steht es noch, aber  es ist nicht mehr nutzbar. Seit Monaten gibt es Bemühungen, das Haus zu rekonstruieren oder zu ersetzen. Das scheiterte bis jetzt immer an Genehmigungen und dem lieben Geld. Nun ist die Zukunft der Winterausbildung für die Kinder um Übungsleiter Bert Bönisch noch ungewisser geworden.

24.August 2002:  Aufräumen, nicht Aufgeben

Nachdem die Flutwellen das Gelände auch im Loschwitzer Hafen freigegeben hat, muss das große Aufräumen beginnen. Das Ausmaß der Schäden wird sicher erst in einigen Tagen vollständig bekannt werden, der Anblick des Vereinsgeländes jedenfalls ist bedrückend genug. Die Gebäude waren natürlich voll mit vielem Zubehör. Eben all das, was  Seesportler so für ihr Sportleben brauchen und über viele Jahre wie einen Schatz gehütet haben. Die Ausrüstung mehrerer Boote, Ausbildungs- und Wettkampfausrüstung, Literatur, Knotenbahnen, Segel, Werkzeug und Reparaturmaterial, Winden, Maschinen und vieles andere mehr ist in den Fluten versunken. 

Am Samstag war nach  den vielen kleinen abendlichen Einsätzen in der Woche zuvor Großkampftag. 20 Helfer aus Bautzen und Chemnitz kamen, um den Loschwitzern dabei zu helfen. Auch die Jugendlichen des Vereins, allen voran Fred Kala arbeiteten seit Tagen fleißig und selbständig. So wimmelte es auf dem Gelände nur so von räumenden, waschenden, saugenden, wegwerfenden - eben helfenden Menschen. Am Abend jedenfalls war vieles geschafft. Jedoch bleibt noch eine Menge zu tun. Jeden Abend wird deshalb ab ca. 16 Uhr gewerkelt, geräumt und repariert.

16.August 2002:  Land unter in Dresden- Loschwitz

Das gesamte Gelände des Wassersportclub Dresden - Loschwitz ist seit mehr als 24 Stunden unter Wasser. Und das Wasser steigt weiter. Während der Steg im  relativ ruhigen Hafenbecken schwimmt, sind von den 3 Gebäuden zwei völlig unter Wasser und das "Hexenhaus" am Körnerweg zur Hälfte. Die Barkasse "Geschwister Scholl" und drei Container sind geflutet, die kleineren Jollen liegen teilweise andernorts, teilweise aber auch im Hafenbereich scheinbar sicher.

14.August 2002: Hochwasser auch im Loschwitzer Hafen 

Auch die Wassersportvereine an der Elbe blieben von den Problemen der Hochwasserkatastrophe nicht verschont. Innerhalb von vier Tagen stieg der Pegel von 1,69 m (Donnerstag) auf 6,74 m (Dienstag), also um 5 Meter. Schaut man sich im Gelände des WDL um, so stellt man fest, dass es sehr klein geworden ist. Verschwunden sind die Brennnesselfelder hinter der Garage, die  Hänge zum Hafenbecken. Das Wasser hat das Gelände auf eine Fläche von wenigen Quadratmetern schrumpfen lassen. Die Boote der beiden Vereine liegen in gleicher Höhe wie der Grillplatz. Höchste Zeit, Alarm zu schlagen. Montag und Dienstag wurde intensiv geräumt, sechs Jollen auf die höchsten Flächen geschoben und zwei der vier Optis gar auf das Garagendach gehoben. Besonders aktiv war dabei auch Fred Kala (14), der als Jugendlicher mit hohem Einsatz arbeitete. 

Viel Zeit kostete es, das für den Steg geplante Bauholz umzulagern. Bis 2 Uhr in der Montagnacht waren dafür Mitglieder im Einsatz. Dienstag früh 6 Uhr ging es dann weiter, an diesem Morgen war der Holzlagerplatz und der Zugang zur Slipanlage bereits unter Wasser, jedoch blieb noch viel zu tun. Bleibt zu wünschen, dass das Gelände nicht vollständig im Wasser versinkt, Garage (Werkstatt) und Holzhäus'chen von den Fluten verschont bleiben und der WDL glimpflich davonkommt. 


+++ Hochwasser ++ Hochwasser ++Hochwasser +++

 

3. August 2002: 3. Regatta - Opti Ostsachsen Liga in Geierswalde (von André)

Am 03.August 2002 fand die 3.Wertungsregatta in Geierswalde statt. Wir reisten bereits am Freitagabend an, da ich am Samstagfrüh noch kurz vorher aufs Wasser wollte. Leider war das Wetter so "SUPERSCHÖN" und es gab keine Mütze voll Wind. Der See war total glatt. Die einzelnen kleinen Windfelder waren unbedeutend und ließen ein Segeln nicht zu. Um 11 Uhr sollte der 1.Lauf gestartet werden. Wir hatten zu tun, um mit eigener Kraft des Windes zum Start zu gelangen. Nachdem der Start um eine halbe Stunde verschoben wurde ging es dann los. Die Boote schlichen über die Startlinie und blieben danach immer wieder stehen, da der Wind ausblieb. Nach ca. 1,5 Stunden hatten wir die 2 Tonne erreicht. Wir standen mehr auf dem Wasser, als das wir gesegelt sind. Ich kämpfte um jede kleinste Briese. Mein Vater war mit dem Tretboot auf dem Wasser und hat mir Mut zugesprochen, doch noch bis zum Ziel zu segeln. 6 Segler haben die 3.Tonne nicht mehr erreicht und sind an Land gefahren bzw. gepaddelt. Sie wurden aus der Wertung gestrichen. Die Regatta war nicht sehr schön, denn wir hatten nur Windstärke 0,00000 bis 0,2. Bei Flaute macht das Segeln eben keinen Spaß und die Langeweile segelt mit, aber mein Vati hat mich angetrieben dass ich durchs Ziel fahren soll und nicht aufgebe, solange der Wettkampf nicht abgebrochen wird. Obwohl ich den Start verpatzt hatte und als 18-ter über die Startlinie fuhr, konnte ich bis zur 1. Tonne mir den 12. Platz erkämpfen und den Vorsprung zu den Verfolgern ausbauen. An der 2. Tonne gab es noch einen heißen Kampf mit 2 Seglern aus Bautzen. Ich hatte jedoch den Wind besser ausnutzen können und fuhr als erster in Richtung 3.Tonne. Um 14.30 Uhr waren wir nach dem 1.Lauf wieder an Land. Die Kampfrichter entschieden um 15 Uhr, dass es auf Grund des herrlichen Badewetters keinen weiteren Lauf geben wird und der 1.Lauf gewertet wird.

Ich konnte meine Position in der Gesamtwertung der OSL beibehalten und hoffe, dass die 4.Regatta ordentliche Segelbedingungen haben wird.                         Gut Wind - ahoi  André Loebe

 

16.-21.Mai: Jugendseglertreffen in Lovosice zu Pfingsten 

Zum 7. Jugendseglertreffen trafen sich am Zernoseky-See (Tschechien) unweit der schönen Stadt Litomerice mehr als 60 Aktive aus 5 Seesport- und Segelvereinen der Oberelbe. Wie immer reisten die meisten Sportfreunde über Land an. Eine richtige kleine Zeltstadt entstand am Freitagabend am Badestrand des See's. Segelboote der Klassen Pirat (3), Ixylon (2) und Optimist (8) wurden aufgebaut,  Kutter (2) und Jollenkreuzer (4) ergänzten die eindrucksvolle Flotte. Beeindruckend viele Familien nutzten die Gelegenheit, das Wochenende mit ihren segelnden Kindern gemeinsam zu verbringen und sie beim Training zu beobachten. 

Der Samstag verlief bei mäßigem Wind ruhig. Die Optimisten absolvierten kleine Trainingseinheiten, badeten vom Boot aus. Sie wurden von Rudi, Iris und Lutz mit dem Schlauchboot betreut. Alle anderen genossen einen ruhigen Tag, denn leider war nur wenig Wind. 
 
Bild: Im Schlepp stromauf zum Seglerhafen

Bild: Ausfahrt aus dem Seglerhafen in Lovosice 

Am Sonntag herrschte am Vormittag absolute Flaute. Deshalb gingen die Einen auf den nahe gelegenen Lomosch wandern, die Anderen machten mit den Booten einen Ausflug zum Seglerhafen in Lovosice. Nur eine Zeltplatzwache blieb zurück. Nach einem Schlemmervergnügen in einer Lovosicer Eisdiele fuhren die Boote über die Elbe zurück zum See. Selbst durch den wenige Meter breiten Kanal konnten alle segeln. Erst viel später kamen die müden Wanderer zurück. Sie hatten die Boote von der nahe gelegenen Bergspitze beobachtet. 

Am Abend legten drei Kinder die Theorieprüfungen zum Jüngstensegelschein ab. Sie wurden am Lagerfeuer  unter großem Hallo überreicht.

Der nächste Tag begann früher als sonst, war doch die Rückfahrt geplant. Gegen 10.30 Uhr legten die ersten Boote ab. Erstmals konnten an der Rückreise auch Optimisten teilnehmen. Während alle anderen Boote zügig vorankamen und am Abend bereits in Deutschland übernachteten, segelten 6 Optis unter Betreuung des Loschwitzer Kutters in 6 Stunden die 15 Kilometer bis zur Schleuse in Usti. Dort wurden sie von den Eltern erwartet, die mit Booten und Kindern auf der Straße weiter reisten. 

Den letzten Tag verbrachten alle anderen Mannschaften auf verschiedene Weise. Während der Loschwitzer Kutter die lange Strecke unter Motor zurücklegen musste, genossen die Wachwitzer Jugendjollen 40 Segelkilometer in vollen Zügen. 


Andre Loebe (SCW) schildert das Wochenende wie folgt:

Hi Iris,

in Lovosice war es sehr schön. Mit den zum Segeln erforderlichen Wind hat es leider am Samstag nicht so richtig geklappt, so dass wir mehr "Sonnenbaden" als Segeln waren. Dafür wurden wir am Sonntag entschädigt ( guter Segelwind). Aber das weisst du ja selbst.

Die Fahrt auf der Elbe zur Stadt Lovosice hat mir sehr viel Freude gemacht. Elbauf ging es in Schlepp und Elbab konnten wir gut segeln. Der Wind stand so günstig, dass wir sogar durch den Kanal in den Kiessee segelten.

An dem Wochenende habe ich meine Segelfähigkeiten weiter verbessern können und meine praktische Prüfung zum Jüngstensegelschein bestanden. Am abendlichen Lagerfeuer wurde mir der Segelschein überreicht.

Am Montag ging es dann per Opti bis Usti na Labem, danach per Auto nach Hause.

Es war für mich eine anstrengende aber schöne Fahrt mit meinem Opti. Insgesamt waren wir 6 Stunden ununterbrochen auf der Elbe bei schönstem Wetter. Mit den Bedingungen auf der Elbe, speziell das Kreuzen bin ich gut klar gekommen. 

Das Jugendseglertreffen war für mich ein sehr schönes, aber auch anstrengendes Wochenende.     Tschüss  - Dein Andre´

8.-12.Mai 2002: Segelcamp Himmelfahrt am Quitzdorfer Stausee

"Ich finde dass toll, das ihr da sei. Ihr bringt richtig Leben auf den Platz. Das gefällt auch den Leuten, die hier Urlaub machen." sagte Manfred Dahms, Hafenmeister bei der Wassersportschule am Quitzdorfer Stausee zu den Dresdnern, die mit 19 Booten um Himmelfahrt auf dem Quitzdorfer Stausee trainierten. Während Ausbilder des Segelclub Dresden- Wachwitz mit 5 Jollen den praktischen Teil des  Lehrgangs zum Befähigungsnachweis Binnen durchführten, trainierten Übungsleiter der IG Juniorensegeln Oberelbe mit Kindern und Jugendlichen aus vier Dresdner Vereinen in den Klassen Optimist (8 Boote), 420er (4 Boote) und Ixylon (2 Boote). Beide Gruppen wurden unterstützt von Übungsleitern des Meißener Segelvereins. Die wie immer sehr gute Verpflegung sicherte Anna-Maria Finsterbusch gemeinsam mit Kristin Landgraf.

Vier Tage lang konnte man die Jollen auf dem See trainieren sehen. Die Erwachsenen übten An- und Ablegen, "Mann über Bord" und andere Manöver. Die Junioren lernten vor allem  Regattaspezifisches, trainierten Spinnaker- und Trapezsegeln, Starts, Kentern und Wiederaufrichten und lockerten sich beim Badeausflug und Spielen auf dem Wasser. Das Training wurde abgerundet durch kurze Theorieausbildungen. Höhepunkt waren die Prüfungen zum  Jüngstensegelschein und Opti- bzw. Regattakapitän. Erstmals seit langem gelang es übrigens den Jugendtrainern, selbst mit dem 420er am Training teilzunehmen. Das motivierte Aktive und Trainer zusätzlich, denn die Ausbildung vom Motorboot aus ist sicher effektiver, lässt aber  manchen vergessen, dass Übungsleiter einerseits auch leidenschaftliche Segler sind und  für sie andererseits die Ausbildung immer ein Verzicht auf das eigene Segelerlebnis ist.

Nach vier Tagen intensivem Segelerlebnis wurden alle Boote aufgeladen und nach Hause transportiert. Eine gewisse Erschöpfung stand allen im Gesicht geschrieben. Bis zum Jugendseglertreffen am folgenden Wochenende bleibt jedoch nur wenig Zeit zur Erholung.

 

27./28.April 2002: 16.Pratzschwitzer Segelfrühling mit Kreisjugendspielen Segeln & Seesport

Der 16. Pratzschwitzer Segelfrühling (SZ berichtete) fand in diesem Jahr unter besonderen Bedingungen statt. Zum Einen deshalb, weil neben den 2.Kreisjugendspielen Segeln erstmals auch die Kreisjugendspiele Seesport durchgeführt wurden. Zum Anderen verlegten die Organisatoren kurzfristig den Sattelplatz vom relativ unbefestigten Westufer auf das gut gepflegte Gelände am Ostufer. Seesportler und Segler aus drei Dresdner Vereinen trainierten an beiden Tagen auf dem Kiessee, Gäste aus Bautzen und Zittau nahmen am Sonntag an den Wettkämpfen teil. Viele Gäste und Neugierige, Eltern, Verwandte und Freunde beobachteten das Geschehen vom Ufer aus, informierten sich an den Werbetafeln über die veranstaltenden Vereine und ließen sich den Eintopf aus der Gulaschkanone schmecken.

Wie immer war das Wetter eine besondere Herausforderung. Starker Wind, Regen, Hagel und das für die Jahreszeit typische kalte Wasser gehören zur Veranstaltung dazu. Jedoch störte es die Aktiven wenig, waren sie doch nach der langen Winterpause voller Tatendrang. Bald waren sie deshalb nach dem Transport der Segeljollen mit dem Auftakeln fertig. In Ausbildungsgruppen gingen die Boote auf das Wasser, unter ihnen der neue Wachwitzer 420er, der vom Verein vor wenigen Wochen  für den Jugendsport angeschafft wurde. Während gegen Mittag die Gulaschkanone aufgebaut und in Gang gesetzt wurde, gab es auf dem Wasser mehrere Kenterungen. Schnell wurden die Boote wieder aufgerichtet. Mit trockenen Sachen sah man auch die gekenterten Mannschaften bald wieder auf dem Wasser.

Für die Anfänger war der Wind eine besondere Herausforderung. In Ufernähe begannen sie, erste Erfahrungen zu sammeln. Später entfernten sie sich unter der Betreuung aufmerksamer Übungsleiter immer weiter vom Windschatten des Ufers und kämpften auf dem See mit Wind und Segel.

Für die Wettkämpfe am Sonntag reisten zahlreiche Gäste aus Zittau und Bautzen an. Die Pratzschwitzer Optimistenregatta hat für die Segler als erste von 4 Regatten in der Wertung der Ostsachsenliga eine besondere Bedeutung. Während 18 Optimisten in drei Wettfahrten um gute Platzierungen segelten, kämpften 15 Teilnehmer um den Wesenitzpokal. Seemännische Fähigkeiten wie 11 Knoten nach Zeit, Wurfleine werfen und seglerisches Können waren die Disziplinen dieses Wettkampfes.

Robert Guderitz vom WDL belegte bei der Segelregatta einen guten 3. Platz. Er musste nur zwei Zittauer Seglern die Plätze 1 und 2  überlassen. Den Wesenitzpokal erkämpfte sich Benjamin Krull (SCW) vor Blanca de Rojas und Anne Pucher (beide WDL)

Das Wochenende in Pratzschwitz ist für die Elbsegler von großer Wichtigkeit, bietet es doch den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ohne Strömung die Grundlagen des Segelns zu trainieren. Es ist aber auch eine große Herausforderung für die Organisatoren, ohne das nötige Hinterland (Unterkünfte, Sanitäre Einrichtungen usw.) eine derartige Veranstaltung durchzuführen. Stellvertretend für alle, die bei der Vorbereitung und Durchführung geholfen haben, wurde Helmut Loebe für seinen Einsatz mit dem Titel "Pratzschwitzer Segelwelt- Verbesserer"  geehrt. 

 

12.März 2002: Erster Mittwoch - Jugendtreff - ein Anfang ist gemacht

7 Teilnehmer aus Wachwitz und Loschwitz nahmen am ersten offenen Jugendtreff  in Loschwitz teil. Am Lagerfeuer wurden Pläne geschmiedet, Kartoffeln gebacken und Brot geröstet. Bleibt zu wünschen, dass die Idee in der Zukunft zunehmend Freunde findet und auch weitere Jugendliche anlockt.

 

25. Januar 2002:  Shantyabend

Zum traditionelle Seemannsliederabend trafen sich am 25. Januar zahlreiche Sangesfreunde in Loschwitz. Das viel zu kleine Clubgebäude war bis auf den letzten Platz besetzt. Vor allem Seesportler aus Tolkewitz und Loschwitz und die Wachwitzer Segler nutzten die Gelegenheit. Aber auch neue Gesichter waren zu sehen. Neben Shanty’s wie "Rolling home", dem "Hamborger Veermaster" und "Ho unser Maat ..." wurden viele Volkslieder gesungen. Auch die Hymne der "Segler von der (Ober-) Elbe" wurde für die in diesem Jahr kommenden großen Ereignisse mit einem neuen Text versehen: "Segler von der Elbe, Segler von der Elbe, Leinen los, Leinen los! von Wachwitz bis nach Hamburg, von Wachwitz bis nach Hamburg, segeln wir, segeln wir." Die Melodie für diesen Kanon stammt übrigens von "Bruder Jacob". Alle die sich ärgern diese Veranstaltung verpasst zu haben sollten sich den nächsten Termin vormerken, den 24.Januar 2003.

 

Rückblick zu Berichten aus dem Vereinsleben 2001